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Öffentlicher Zugriff

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Untertitel:
Politische Notizen II
Sprache:
Deutsch
Originalsprache:
Deutsch
Anzahl der Kapitel:
6
Anzahl der Seiten:
113
Erscheinungsdatum:
15.08.2013
ISBN ePUB:
9783944457109
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7,49 €

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Beschreibung

Heino Bosselmann ist nicht der Mann für die Titelseiten. Eher für die Hintergründe. Und gern für etwas, von dem es heißen mag: So haben wir das aber noch gar nicht gesehen. Oder sehen wollen. Er fand 2003 zur „Jungen Freiheit“, weil er ahnte, daß Kritik am kriselnden Bildungssystem keiner anderen Zeitung anzubieten war – jedenfalls nicht in der grundsätzlichen Weise, wie er sie als langjähriger Lehrer vornahm. Seit sein erster Essay „Vorbild und ein bißchen Held“ im Dezember 2003 erschien, blieb er der „Jungen Freiheit“ treu und rechnet der Zeitung deren Courage hoch an, ohne freilich mit allem kritiklos einverstanden zu sein. Wie auch? Grundsätzlich jedoch bietet die „Junge Freiheit“ einen Ort, den es politisch so nirgendwo sonst im Lande gibt. Im Sinne des Erfordernisses einer modernen Medienopposition ist er demokratisch unverzichtbar geworden. Zumal die Demokratie ihre großen Debatten leider längst verlor und in sich dringend leidenschaftlicher Opposition bedarf, auf daß sie wieder lebendig werde. Über Bildung, so Bosselmann, schrieb er zuviel. Sie erscheint ihm systemisch – als Bildungswesen – mittlerweile derart sklerotisch, daß der sich kaum mehr evolutionäre Veränderungen wünschen kann, sondern geradezu revolutionäre erhoffen muß. Die klare Rede über eine Misere, die zuallererst die Schüler im Stich läßt oder ihnen ungedeckte Schecks ausstellt, ist kaum mehr möglich, da die Semantik des Begriffes „Bildung“ vollkommen verschwamm – stets positiv konnotiert zwar, aber immer anderes meinend und möglichst alles verheißend. Nirgendwo, meint Heino Bosselmann, spiegelt sich die ideelle Krise der Republik so augenscheinlich wider wie in den Schulen, die neuerdings vorzugsweise Ganztagsschulen sein sollen – Anstalten der Betreuung, die eine Bannmeile gegen das Leben da draußen errichten. Ausgehend von seinen Erfahrungen als Lehrer für Philosophie, Deutsch und Geschichte, schreibt Heino Bosselmann zu kulturellen und literarischen Themen, zeigt mit Vorliebe die philosophisch Dimension des allzu fragwürdig Gewohnten auf und skizziert Alternativen, die politisch machbar wären, brächten Gesellschaft und Nation wieder Mut und Zutrauen sich selbst gegenüber auf. Einige Rezensionen sowie Reisenotizen runden die Sammlung ab, erweitert um zwei Essays, die anderswo erschienen – bis klar wurde, daß Bosselmann JF-Autor ist, der anderswo bitte nichts verloren haben sollte.