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Familiale Gewalt

Familiale Gewalt
Untertitel:
Familienberatung und -therapie im Schnittfeld mit der Justiz
Sprache:
Deutsch
Originalsprache:
Deutsch
Anzahl der Kapitel:
6
Anzahl der Seiten:
76
Erscheinungsdatum:
13.03.2013
ISBN ePUB:
9783866609877
Autor(in):
Buchnummer in Serie:
1
  • eBook Format Icon eBook Format Icon
11,99 €

inkl. 19% MwSt.

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Beschreibung

Ein Schwerpunkt der Arbeit der Kinderschutz-Zentren ist die Beratung von Familien, in denen Gewaltprobleme, Vernachlässigung, Mißhandlung oder sexueller Mißbrauch vorkommen. Häufig wird in diesen Fällen Anzeige erstattet, die zur Inhaftierung eines Familienmitglieds führen kann. Dadurch wird zwar unmittelbar die Konfliktlage entschärft, in der Folge treten aber in der Familie eine Reihe von Problemen auf, die nicht zur Lösung beitragen. Das Kinder­schutz-Zentrum Leipzig hat Beratungsformen entwickelt, die auf die Lösung persönlicher oder familialer Konflikte ausgerichtet ist. Das Zentrum betrachtet die Arbeit mit den “Tätern” als Teil des “Opfer“-Schutzes. Die Beratung kann im Zentrum, aber auch in der Hafteinrichtung erfolgen, reicht über die Entlassung aus dem Gefängnis hinaus und bezieht nach Möglichkeit die Gesamtheit der beteiligten Familienmitglieder ein. Die Fortsetzung therapeutischer Angebote in der Zeit nach der Entlassung steht in besonderem Interesse der “Opfer“. Anscheinend erweist sich justizieller Druck im Sinne von Bewährungsauflagen als Sekundärmotivation für Sexual- und Gewaltdelinquenten als notwendig, um die therapeutische Arbeitsbeziehung aufrechtzuerhalten oder überhaupt erst einzugehen. Es erweisen sich klärende Gespräche als hilfreich, die sich nicht auf verbale Be­kenntnisse des Gewaltprotagonisten beschränken, sondern Entschuldigungen im großen Familienkreis, Wiedergutmachungsleistungen an die Geschädigten und Änderungen des Konfliktverhaltens einschließen (Cloé Madanes). Die Angebote zur Begleitung der Familie umfassen Einzel-, Paar- und Familiengespräche, ein Sensibilisierungs- und Kompetenz-Training sowie Kunsttherapie und begleiteten Umgang und werden hinsichtlich ihrer Wirkung im Einzelfall testpsychologisch evaluiert.